Snare Drum

Die kleine Trommel, Rührtrommel, Marschtrommel, Schnarrtrommel, bzw. Snare oder Snare drum ist eine beidseitig mit Fell bespannte Trommel mit Schnarrsaiten am Resonanzfell.

Snare Drum
14"-Snare mit Holzkessel
Quelle des Bildes: Wikipedia.de

Der Korpus der kleinen Trommel besteht aus Metall (meistens Stahl oder Messing) oder kreuzverleimtem, oft mit Verstärkungsringen versehenem, selten auch massivem Holz, auch aus Acryl. Die Wahl des Materials hat starken Einfluss auf den Klang: Eine Trommel mit Holzkorpus erzeugt einen warmen Klang, der gut zu "weicheren" Musikrichtungen passt. Ein Metallkessel hingegen erzeugt einen "metallischen" und im Vergleich zum Holzkessel lauteren Sound, der z. B. bei Heavy Metal, Marschmusik oder Samba gefragt ist.

Der Durchmesser variiert meistens von 10 bis 15 Zoll; die klassische Standard-Snaredrum hat einen Durchmesser von 14 Zoll, und misst 5,5 oder 6,5 Zoll in der Tiefe. Wird die Trommel flacher oder besitzt sie einen geringeren Durchmesser, tendiert sie zu einem schärferen und kürzeren Klang. Diese werden meistens Piccolo-Snares genannt. Die Felle werden straff aufgespannt mittels meistens gezogenen, bei teureren Modellen auch gegossenen Metall- oder selten auch Holzspannreifen und 8 bis 12 Stimmschrauben, bei sehr alten Modellen mit Spannriemen.

Amerikanische Snare Drum etwa 1780
Amerikanische Snare drum etwa 1780
Quelle des Bildes: mmc-music.de

Auch sind häufiger ungewöhnlichere Abmessungen anzutreffen, z. B. 13 mal 7 Zoll oder 15 mal 4 Zoll. Große Rührtrommeln, wie sie gelegentlich im Orchester Verwendung finden, erreichen sogar Maße von 16 mal 16 Zoll.

Snareteppich
Snareteppich
Quelle des Bildes: Wikipedia.de

Den für diese Trommel typischen Schnarr-Effekt liefert ein am Resonanzfell anliegender Teppich aus 8 bis 48 (üblich sind 20) nebeneinander liegenden Metall-Spiralen oder Nylon-Saiten, auch Zitter genannt; früher war dieser aus Darmsaiten (den Snares oder Schnarrsaiten) gefertigt. Je mehr Saiten der "Snare-Teppich" hat, desto breiter und flächiger wird der Sound. Der Teppich ruht dabei im Snare-Bett (Snare bed) – einer wenige Millimeter tiefen und mehrere Zentimeter breiten, diametral gegenüberliegenden Absenkung im Kesselgrat – und wird beim Anschlagen zum Mitschwingen und damit zum Mitrascheln angeregt, indem das üblicherweise sehr dünne und daher sehr sensible Resonanzfell die Schwingungen des Schlagfells überträgt. Mit einer Mechanik lässt sich der Teppich vom Resonanzfell lösen oder im Anpressdruck variieren. Straffes Spannen mindert das Sustain und führt zu einem scharfen, trockenen bis "toten" Klang, der besonders aus dem Gesamtklangbild heraussticht, wie es zum Beispiel bei Orchestermusik, Marschmusik oder Samba erwünscht ist. Bei Popmusik ist eine schwächere Einstellung üblich, die sensibler anspricht. (Schlagzeuger sprechen von der "Teppichansprache"). Zu lockere Spannung des Snare-Teppichs kann dazu führen, dass die Saiten, bzw. das Resonanzfell von anderen Instrumenten Resonanz aufnehmen, und der Teppich unerwünschte Brummgeräusche macht. Der Snare-Teppich darf sich auch nicht verbiegen, da sich sonst ein rostig klingender Nachklang ergibt.

Marching Snare
Marching Snare
Quelle des Bildes: mmc-music.de


Quelle: Snare Drum auf Wikipedia.de

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