Die Trompete

Die Trompete ist ein hohes Blechblasinstrument, das als Aerophon mit einem Kesselmundstück nach dem Prinzip der Polsterpfeife angeblasen wird. Die Mensur ist relativ eng und der Schalltrichter entsprechend weit ausladend. Die Rohrlänge der am häufigsten vorkommenden B-Trompete beträgt ca. 134 cm.

Trompete mit Drehventilen
Trompete mit Drehventilen
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Man unterscheidet Naturtrompeten (wie die Barocktrompete) von den Klappentrompeten und Ventiltrompeten. Ohne Zusatz ist heutzutage die letztere gemeint; es gibt sie mit Drehventilen (auch genannt: Zylinderventil, Zylinderdrehventil) oder Pumpventilen (auch Périnet-Ventile genannt). Trompeten werden im Normalfall mit der linken Hand festgehalten, die drei mittleren Finger der rechten Hand betätigen die Ventildrücker. Bei Pumpventilen hält man die Ventilgehäuse etwa senkrecht, bei der Bauweise mit Drehventilen liegen die Ventilzüge etwa waagerecht. Beide Varianten waren zum Ende des 19. Jahrhunderts praktikabel entwickelt. Während in der Kunstmusik in deutschsprachigen Ländern fast nur Trompeten mit Drehventilen (Deutsche Trompeten, abgebildet im Kasten rechts) gespielt werden, ist die Trompete mit Pumpventilen (französische Bauart) das führende Instrument in der Unterhaltungsmusik. Aus diesem Grund nennt man sie im deutschsprachigen Raum oft auch fälschlicherweise Jazztrompete, in den meisten anderen Ländern wird sie aber auch im Sinfonieorchester eingesetzt.

Périnet-Trompeten sind gegenüber der Drehventil-Trompete mechanisch weniger aufwendig, erfordern aber eine häufigere Ventilpflege. Entscheidend für die Nebengeräusche beim Binden (Legatospiel) zweier Töne ist die Position der Ventile im Rohrverlauf der Trompete. Das erlaubt bei Périnet-Trompeten (Ventilposition: in der Hälfte des Gesamtrohres) die leichtere Generierung verschiedener Effekte durch nur teilweises Drücken des Ventils ("schmieren", "half valve", "glissando"). Drehventil-Trompeten sind pflegeleichter in der täglichen Anwendung, die Ventile befinden sich im zweiten Zehntel der Gesamtlänge.

Trompete in B ohne Mundstück von 1898
Trompete in B ohne Mundstück von 1898
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Der Anblaswiderstand (empfundener Luftwiderstand) fällt je nach verwendeter Bauweise (Périnet-/Drehventile) unterschiedlich hoch aus. Während bei Périnet- Ventilen ein geringer Luftwiderstand aus dem langen Mundrohr (ca. 25 cm) und der relativ großen Bohrungen (ca. 11,6–11,8 mm) resultiert, ist er bei den Modellen mit Drehventilen aufgrund der kleineren Bohrungen (ca. 10,8–11,2 mm) und des kurzen Mundrohres (ca. 14 cm) deutlich höher. Diese unterschiedliche Bauweise ermöglicht, dass bei Jazz-Trompeten häufig Mundstücke mit kleineren Bohrungen und flacheren Kesseln verwendet werden, was einen knackigeren, helleren Ton ergibt. Der typische "Heckel-Klang" bei Trompeten mit Drehventilen entsteht vorrangig durch Verwendung trichterförmigerer Mundstücke.

Den größten Klangeinfluss hat vor allem der Mensurverlauf. Sekundär sind die Materialdicke (Wandstärke) als auch die Materialhärte. Dünnes (0,3–0,45 mm) Schallstück-Blech erfordert eine höhere Härte und mitunter einen am Schalltrichter zur Stabilisierung aufgesetzten 10-40 mm breiten Kranz, der mit ca. 35 mm Breite nach der Dresdner Trompetenwerkstatt "Heckel-Kranz" benannt ist. Industriell gefertigte Schallstücke sind bis zu 0,8 mm dick (somit relativ schwer), müssen deswegen nicht so hart sein und haben zur Stabilisierung einen umgebördelten mit Draht eingelegten französischen Rand.

Trompete mit Pumpventilen
Trompete mit Pumpventilen
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Die verwendeten Grundmaterialien beim Trompetenbau sind:

Messing für alles, was goldfarben aussieht
Goldmessing: Messing mit ca. 85–90 % Kupfer, sieht etwas rötlicher aus
Neusilber: Messing mit ca. 10–15 % Nickel für alles, was silbern aussieht
Bronze: Für die Wechselkörper des Drehventils bei besseren Instrumenten


Als Beschichtungen werden verwendet: Klarlack, Goldlack, Farblack, Silber, Gold, Nickel,

Für die Périnet-Ventile wird verwendet:

Messing für die Ventilgehäuse


bei den Ventil-Wechseln:

vernickeltes Messing, erkennbar an der einheitlichen silbrigen Beschichtung, auch in den Luftdurchgängen
Edelstahl, nichtrostend, Luftdurchgänge und Federgehäuse aus Messing
Monel, eine sehr nickelhaltige Speziallegierung, matt-grau, etwas selbstschmierend, angesetzte Teile aus Messing


Trompeten können offen oder mit Dämpfer gespielt werden. Außer der Lautstärke wird das Obertonspektrum verändert und somit ein anderer Klangcharakter erzeugt. Beim Spiel mit einer Hand veränderlich ist der Wah-Wah-Dämpfer aus Metall bzw. Kunststoff und der Plunger aus Gummi.

Trompetendämpfer
Trompetendämpfer
Quelle des Bildes: Wikipedia.de

Trompeten können offen oder mit Dämpfer gespielt werden. Außer der Lautstärke wird das Obertonspektrum verändert und somit ein anderer Klangcharakter erzeugt. Beim Spiel mit einer Hand veränderlich ist der Wah-Wah-Dämpfer aus Metall bzw. Kunststoff und der Plunger aus Gummi.

Der Preis einer neuen Trompete beginnt bei etwa 100 € und kann bei aufwendigen Spezialanfertigungen jenseits von 20.000 € liegen. In Mitteleuropa handwerklich gefertigte Instrumente kosten ab ca. 800 €, normale Orchester-Trompeten ca. 1500–3000 €. Bei der Anschaffung eines Neuinstrumentes ist fachlicher Rat unabdinglich. Gerade für Anfänger ist es wichtig, technisch gut funktionierende und sauber intonierende Instrumente auszuwählen. Dabei ist zu beachten, dass selbst baugleiche Modelle oft unterschiedliche Spiel- und Klangcharakteristiken aufweisen können.

Die Fertigungszeit einer Trompete beträgt ca.

einfache Industrieproduktion: 2 bis 8 Stunden,
einfache handwerkliche Designausführung: 25 Stunden,
Profiinstrument: ab 35 Stunden, je nach Materialausführung und Bearbeitungsaufwand.


Quelle: Trompete auf Wikipedia.de

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